Ein einzigartiger Urlaub inmitten der toskanischen Geschichte

Die Ferienwohnungen des Agritourismus La Casaccia sind geschichtsträchtig wie der Rest der gesamten Toskana und Italiens. Die Toskana ist - wie alle wissen - reich an herrlichen und malerischen Hügeln, und die ersten, die hier Siedlungen errichteten, waren die antiken Etrusker, die dem Hügel im Vergleich zur Ebene den Vorzug gaben, da von oben herab das Gebiet leichter kontrolliert werden konnte.

Der Agritourismus La Casaccia erhebt sich auf einem steinigen Gabbro- und Kupferhügel, der bereits von den Etruskern benutzt wurde, um dieses Mineral mit Hilfe eines Stollens abzubauen, dessen Eingang sich bei S. Biagio befindet und noch heute sichtbar ist. In der Nähe befindet sich das frühchristliche Oratorium S. Biagio, das 600 n.Chr. über einem etruskischen Grab errichtet wurde.

Im Mittelalter gingen vom Kastell Montaione drei wichtige Verbindungswege aus: Der erste führte nach S. Miniato, in dessen Bezirk sich Montaione befand, bevor es in den Bannkreis der Florentinischen Republik gelangte, die talabwärts einen zweiten Verteidigungspunkt bei „Le Mura“ hatte, das den Ortsnamen beibehalten hat.

Die zweite war die Ribaldi-Straße, die zu den Gemeinden Castelfafi, Vignale und Camporena führte, die jetzt ein Ortsteil von Montaione ist. Die Via di Ribaldi hat ihren Namen von „rubaldi“, das waren Soldaten niedrigen Rangs, die im Mittelalter im Gefolge der Ritter plünderten.

Das Gebiet war auch im hohen Mittelalter zur Zeit der Invasionen aus dem Norden (die „Invasionen der Barbaren“) bewohnt, besonders der Langobarden, die ihr Zentrum in Lucca hatten und bis Barbialla (daher der Name), bis Castelfafi und bis nach Volterra kamen.

Die dritte Straße, die dort verlief, wo sich der Agritourismus La Casaccia auf dem Hügelkamm befindet, stieg zum Fluß Evola ab und reichte bis zur Gemeinde Tonda. Sie hieß die Straße der „Rocche“, einer Art Befestigung an den Grenzen zwischen den florentinischen Gebieten und der feindlichen Republik Pisa.

Noch heute trägt die Straße den Namen “Via delle Rocche”, und einige Bauten bewahren immer noch diese Bezeichnung: Rocche, Rocchine und Torrino. Das Ferienhaus La Casaccia war noch nicht entstanden, aber auf jenem Hügel befand sich der Ort Amarrante, der zum Teil noch steht und zur Kontrolle der drei Straßen gebaut wurde.

Das Zentrum von Amarrante befand sich nur wenig entfernt und wurde im 15. Jh. teilweise in eine Villa und teilweise in ein Bauernhaus umgewandelt, wodurch dort ein Wohnungskomplex entstand, wo sich heute der Agritourismus La Casaccia befindet, eine neue auf einer alten Ansiedlung. Die Endung „-accia“ bedeutete durchaus nicht „häßlich“, sondern „alt“ und „antik“.

Amarrante ist ein wichtiges Gebäude mit einem Zentralkörper aus dem 17. Jh., an dessen Fassade das Eingangstor und die Steinfenster hervortreten. Diesem wurde links ein weiterer Bau hinzugefügt, der auf der Rückseite mit verschiedenen kleineren Gebäuden versehen ist, die als Bauernwohnungen dienten. Der Name Amarrante kommt von „marra“, d.h. „Hacke“, ober besser von „marrante“, d.h. derjenige, der die Hacke benutzt.

Die „marraioli“ waren Personen, die vom Bürgermeister (dem „podestà“) zum Reparieren oder Beschädigen eingesetzt wurden und richtiggehende Heer bildeten, die nicht nur mit Hacken, sondern auch mit Schaufeln, Spaten, Hippen und Beilen bewaffnet waren. Sie mußten Befestigungen und Straßen reparieren oder zerstören, falls sie auf feindlichem Gebiet arbeiteten. Im 19. Jh. gehörte der gesamte Komplex der Casaccia der Familie Ninci, einschließlich eines kleinen, dem hl. Kajetan (Gaetano) geweihten Oratoriums, wo die Grabplatten aus Marmor einiger Mitglieder der Familie Ninci aufbewahrt sind.

Zu Beginn des 20. Jh.s erhielten die Häuser erstmals eine Latrine und bei der Casaccia kann man die beiden kleinen Räume sehen, die außen mit leichten gelochten Ziegelsteinen angebaut wurden. Gleichzeitig wurde der Komplex in ein großes Wohnhaus für die Familien der Tagelöhner und Handwerker umgebaut, da der Hauptort in der Nähe lag. In der Tat lebten laut der Volkszählung von 1901 in der Casaccia 63 Personen in 14 Familien. Bis Ende der sechziger Jahre des 20. Jh.s war der Komplex bewohnt. Nachdem er aufgegeben wurde und kurz davor stand, einem Erdrutsch zum Opfer zu fallen, hat eine umsichtige Restaurierung ihn jetzt wieder zu neuem Leben verholfen.

Während Sie eine gesunde Entspannung im herrlichen Garten des Agritourismus und in seinen beiden Schwimmbecken genießen, denken Sie daran, daß Sie sich im Mittelpunkt einer langen Geschichte befinden: dann wird Ihr Urlaub in der Toskana einen neuen Wert hinzubekommen.